(navigation image)
Home American Libraries | Canadian Libraries | Universal Library | Community Texts | Project Gutenberg | Children's Library | Biodiversity Heritage Library | Additional Collections
Search: Advanced Search
Anonymous User (login or join us)
Upload
See other formats

Full text of "Recension des Vogel'schen Nepos plenior [microform]"

MA S TER 

NEGA TIVE 

NO. 93-81310-17 



MICROFILMED 1993 
COLUMBIA UNIVERSITY LIBRARIES/NEW YORK 



as part of the 
"Foundations of Western Civilization Preservation Project" 



Funded by the 
NATIONAL ENDOWMENT FOR THE HUMANITIES 



Reproductions may not be made without permission from 

Columbia University Library 



COPYRIGHT STATEMENT 



The Copyright law of the United States - Title 17, United 
States Code - concerns the making of photocopies or 
other reproductions of copyrighted material. 

Under certain conditions specified in the law, libraries and 
archives are authorized to furnish a photocopy or other 
reproduction. One of these specified conditions is that the 
photocopy or other reproduction is not to be "used for any 
purpose other than private study, scholarship, or 
research." If a user makes a request for, or later uses, a 
photocopy or reproduction for purposes in excess of "fair 
use," that user may be Nable for Copyright infringement. 

This Institution reserves the right to refuse to accept a 
copy Order if, in its judgement, fulfillment of the order 
would involve violation of the Copyright law. 



AUTHOR: 



MAHN, LOUIS 



TITLE: 



RECENSION DES 

VOGEL'SCHEN... 

PLACE: 

BERLIN 

DA TE : 

[1 874] 



COLUMBIA UNIVERSITY LIBRARIES 
PRESERVATION DEPARTMENT 



Master Negative # 



BIBLIOGRAPHIC MICROFORM TARCFT 



Original Material as Filmed - Existing Bibliographie Record 



Restrictions on Use: 



87K35 
EZ6 



MHm 



Mahn, Louis, 1 

-..Recension des Vogel 'sehen Nepos plenior, vom 

gymnasiallehrer Louis Hahn..« Berlin, Starcke, 

Cl8743 
11 p. 274- cn. 

At head of -title: Zur öffentlichen prüfung der 
Zöglinge des Koni gl . Gynnasiuns zu Lissa am 31. 
milrz 1874 ladet . . . ein der director des gymnasiums 



imH2i; 



TECHNICAL MICROFORM DATA 



REDUCTION RATIO: 



FILM SIZE: '^llP_Z'._ 

IMAGE PLACEMENT: lA @ IB ÜB 

DATE FILMED:__lj_y_'_l^ INITIALS JVvii^^l 

FILMED BY: RESEARCH PUBLICATIONS. INC WOODBRIDGF. CT 



iai>f 




c 




Association for Information and Image Management 

1100 Wayne Avenue, Suite 1100 
Silver Spring, Maryland 20910 

301/587-8202 




Centimeter 

12 3 4 

imliiiilimliiiiliiiiliiiilimliiiil 



I I I 



Inches 



5 6 7 8 9 10 n 

iiiiliiiiliiiiliiiiliiiilimliiiiliiiiliiiiliiiiliiiilimlimliii 



TTT 



1 



ÜüJluJlUiJlM^^ 



[TTTT 



1.0 



1.1 



1.25 



12 13 14 15 mm 

iiliinlimliiiiliiiiiiiiiiiiii 



IM 
IM 

1^ 



2.8 
13.2 



1 2.5 
2.2 



■ 63 


iiiii^ 


IS. 


2.0 




1.8 


1.4 


1.6 







I I I I I I I 
5 



T 




MfiNUFfiCTURED TO fillM STfiNDflRDS 
BY APPLIED IMfiGE, INC. 




^J 



n 



\ 






^4o. i-i 



or; 



\\s^ 



) V 



Vi 



£.26 




^ 






\ 



l 






s 



ßecension des Vogerschen „Nepos plenior'* 
vom Gymnasiallehrer L. Mahn.*) 



iS ocli immer bilden die vitac des Nepos die stehende Leetüre der Quarta. Die Gründe dieser 
Erscheinung sind nicht schwer zu erkennen. Für die betrettende Altersstufe sind Biographien die 
passendste und anziehendste Leetüre. Ferner durchweht das ganze Buch eine gewisse sittliche Reinheit 
und Lauterkeit der Gesinnung und eine warme Begeisterung für das Grosse und Edle. Auch ist der 
Standpunkt der Betrachtung im Allgemeinen dem Fassungsvermögen des Knaben angemessen. Die 
naive und gemüthliche Einfachheit seines Stiles übt einen eigenthüralichen Reiz aus und endlich trägt 
die Sprache bei allen Mängeln im Einzelnen doch unverkennbar den Stempel der klassischen Zeit 
Das sind Vorzüge, wie sie kein anderer uns überlieferter Schriftsteller für diese Altersstufe hat, die 
daher auch die Versuche, den Nepos aus der Schullectüre zu verdrängen, haben scheitern lassen. 
Aber neben diesen Vorzügen haben die vitae des Nepos auch ihre unbestreitbaren Mängel. Namentlich 
steht es mit der Glaubwürdigkeit der Berichte des Nepos im Einzelnen sehr übel. Deshalb geben 
einsichtige Schulmänner mit nicht unbegründetem Bedenken ihren Schülern dieses Buch in die Hände. 
Bei der Schwierigkeit eines brauchbaren Ersatzes für Nepos muss man natürlich Jedem, der es ver- 
sucht ihn zu erhalten, aber die oft beklagten Mängel desselben zu beseitigen, um so dankbarer sein. 
Freilich wird vom philologischen Standpunkte aus sogleich der Einwand erhoben werden, wir hätten 
nicht die mindeste Berechtigung, von der Üeberlieferung abzuweichen und sie nach Gutdünken zu ändern. 
Wer jedoch anerkennt, dass für diese Altersstufe der pädagogische Zweck der bestimmende ist, der 
wird der Schulwelt sehr wohl die Berechtigung zu verschiedenen, natürlich didaktisch und pädagogisch 
zu motivirenden, Aenderungen im Nepos einräumen. In neue>ter Zeit sind nun zwei Schulmänner mit 
dergleichen Besserungsversuchen hervorgetreten, Herr Oberlehrer Dr. Voelker, der in seinem Nepos 
recoffnitusj emendatus^ adauctus säramtliche vitae der nichtrömischen Feldherren behandelt hat, und 



*) Obige Recension (wenige Erweiterungeu ausgonommoD) ist von dem Verfasser bereits im Juli vorigen Jahres 
niedergeschrieben worden. Trotzdem ihm später die umfangreiche und genaue Abhandlung AndresenV über den- 
selben Gegenstand zu Gesicht kam, so glaubte er doch, wenn sich in verschiedenen Punkten auch vieles üeber- 
einstimraende und Aehnliche findet, auch seine Arbeit veröffeutlichea zu können, da sie in mancher Beziehung 
Ergänzungen und neue Gesichtspunkte bietet. 



»_ >, 



,< 



__ 

Herr Oberlehrer Vogel mit einem Nepos plenior. Sehen wir nun zu, welche Gesichtspunkte den 
Letzteren bei seiner Bearbeitung geleitet haben. Er beabsichtigt ,um im Interesse der Concentnrung 
des Unterrichts der Secunda vorzuarbeiten, unter der dem Knabenalter angemessenen Form der Biogra- 
phien zugleich eine Geschichte Athens von 500-318 zu bieten. Eine solche gewährt d>e zusammen- 
hängend; Reihe der zwölf attischen viiae von MUtiades bis Phoäo», von denen die des Ms .m 
Ton: des Nepos gehalten und eingeschaltet ist. Es fehlen aus der attischen ^taatsgesch.chte jener 
Periode eigentlich nur die Jahre ^ bis 4-21.- Hinzugefügt sind ausserdem noch fünf Feldherren, von 
denen drei! I'ausanias. Lysander und Agesilaus der spartanischen, zwei, Epaminondas und Pelop.das. 
der thebanischen Geschichte angehören, .uia et o,nnes ,nemo,-ia sunt dlgni, IVadco ,na,ms rebus ffestu 
vuiones et nisi horum eognita vita res Attkae satis intelleffi nonpossunt. cf.praef. 16. D,e übrigen 
neun v'«^ des Nepos müssen nun allerdings, da sie von der hier bezweckten Einhe.t abhegen wegfallen. 
Hiernach erscheint mir der den, Werkchen beigelegte Titel Nepos plenior in semer Allgemein- 
heit keineswegs zutreffend, da der Umfang jeder der von Herrn Vogel bearbeiteten vitae vermehrt, die 
Zahl der überlieferten jedoch um ein Drittel verkürzt worden ist. 

Ferner ist der nach den oben angeführten Gesichtspunkten angelegte Plan ein willkürlicher und 
stimmt keine.we.s mit der Absicht des Xepos überein, der in seinem Büchelchen de e.vceUentibu. 
Icibus e^terar^on genfnan das Wissenswürdigste ans dem Leben berühmter Feldherren aus^.IrtIger 
Völker erzählt und darum, ohne Rücksicht auf eine bestimmte Zeit und em einzelnes \olk. Manner 
ganz verschiedener Zeiten und .Staaten bunt und zufällig nebeneinander stellt. Daher lässt sich der 
fem Nepos gemachte Vorwurf, .die Auslassung des Perikles sei eine nicht zn entschuldigende Lücke , 
mit Leichtigkeit zuriickweisen. Denn an keiner Stelle seines Buches macht Nepos eine Andeutung, 
dass er alle Feldherren behandeln wolle. Ferner dürfte es doch sehr fraglich sem, ob Perikles eine 
solche Bedeutun» als Stratege habe, dass er unter die e.eceUentes duees zu rechnen sei. Vor AI em 
aber wollte Nepos mit seinen Biographien nicht zugleich eine Geschichte Athens geben, wie Herr 
Vo»el nach dessen Plane das Leben des Perikles allerdings nicht übergangen werden durtte. 

" ' Ferner erscheint mir dieser Plan, absesehen von dem naheliegenden Widerspruche, in welchem 
er zu der v VI des Vorworts ausoesprochenen Ansicht des Verfassers steht, „dass der Quartaner den 
ideellen und allgemeinen Zusammenhang der Staatengeschichte noch gar nicht fassen kann,- auch darum 
practi^ch unausführbar, weil er die Leetüre des ganzen Nepos plenior in dem Zeiträume eines Jahres 
voraussetzt, dieses Ziel aber selbst da, wo der Nepos-Lectüre fünf Stunden wöchentlich eingeräumt 
sind, wie ich alaube, nicht erreicht werden kann. . , o j 

Eioenthümlich ist auch die Absicht des Verfassers, dem Geschichtsunterrichte in der Secunda 
vorzuarbeiten. Denn auf dieser Bildungsstufe muss doch die Geschichte von einem ganz anderen 
Standpunkte, als dem in den Biographien eingenommenen, behandelt werden und ferner können die 
geschichtlichen Kenntnisse, die sich der Quartaner durch die für ihn durchaus mühsame und schwierige 
lateinische Leetüre erwirbt, zumal sie sich voraussichtlich doch nur auf einen Theil dieser sehr erweiterten 
vitae erstrecken kann, nur sehr massig sein. Und während des zweijährigen Unterrichts in der Tertia 
wird für die Vermehrung seiner Kenntniss der griechischen Geschichte so gut wie gar nichts gethan. bo 
dürfte es denn mit der Vorarbeit, wenn er die Secunda erreicht hat, sehr dürftig bestellt sein. 
Passender hätte jedenfalls der Verfasser, statt ein so fernliegendes Ziel in's Auge zu fassen, geltend 
machen sollen, dass die vitae des Nepos ganz dazu geschaffen sind, den geschichtlichen Unterricht in 



/ 



— 3 — 

der Quarta, der den Schüler mit der alten Geschichte bis zur römischen Kaiserzeit, allerdings nur im 
Umrisse und den Haupterscheinungen, bekannt machen soll, zu beleben und zu fördern. Wenn iiuo 
auch einzelne vitae, wie die des Timoleon, Dion, Eumenes, Dataines nicht ganz im Gesichtskreise 
des Quartaners liegen, da von der Geschichte der Stadt Syrakus im 4. Jahrhundert und der Diadochen- 
zeit nur das Allgemeinste gegeben weiden kann, so ist das kein Grund, sie einfach zu streichen, 
„zumal sie interessant geschrieben und zum Theil stilistisch hervorragend sind." Feldherren ersten 
Ranges aber, wie Hamilcar und Hannibal, zu übergehen, scheint mir durchaus nicht rathsam. 

Der Abschnitt de reyibus enthält allerdings kaum mehr, als die königlichen Namen, und konnte 
entbehrt werden. Dagegen sind die beiden aus dem Buche de Latinis historicis erhaltenen vitae des 
Cato und Atticus — letztere die umfangreichste und formell bedeutendste aller uns erhaltenen bei- 
zubehalten, da sie hervorragende und anziehende Gestalten des Alterthums sind und, wenn nun durchaus 
aus der lateinischen Leetüre der Quarta Geschichte gelernt werden soll, sie auch dieser Forderung 
zum Theil entsprechen, indem ihr Leben ein Stück Zeitgeschichte mit enthält. 

Was nun die Behandlung der vitae im Einzelnen betrifft, so ist es ein unbestreitbares Verdienst 
Herrn Vogel's, dass er es unternommen hat, ganz offenbare historische Irrthümer und einzelne Unae- 
nauigkciten auszumerzen, nicht aber, wie er im Vorwort p. IX. meint, aus dem Grunde, ..weil es für 
die Einheit und Concentration des Gymnasialunterrichtes im höchsten Grade störend ist, wenn der 
Geschichtslehrer in der Secunda sich gezwungen sieht, fast bei jedem Schritte in der schönsten Periode 
der griechischen Geschichte den Schülern zuzurufen, dies und das, was ihr vor zwei Jahren im Nepos 
gelesen habt, ist halb oder ganz falsch; dies müsst ihr euch so einprägen," — denn weder ist eine 
Kritik der Quellen Aufgabe des Lehrers, noch ist bei dem angehenden Secundaner eine solche Kennt- 
niss der griechischen Geschichte nach Nepos vorhanden, — sondern weil es pädagogisch bedenklich 
ist, den Schüler grobe Verstösse gegen die historische Wahrheit lesen zu lassen, da, wie der Ver- 
fasser richtig bemerkt, die Achtung, die der Schüler vor seinem Schriftsteller haben muss, durch das 
Erkennen solcher Fehler von vornherein vernichtet wird. Der Verfasser hat nun bei seiner Correctur 
die treffliche kleinere Ausgabe des Nepos von Nipperdey, der in den Anmerkungen zu den einzelnen 
Stellen die bedeutendsten Fehler aufdeckt, durchgehends benutzt, aber auch selbständig Vieles gebessert 
Indessen sind doch einige Irrthümer des Nepos stehen geblieben, die man gern entfernt sähe. Die 
meisten derselben finden sich im Alcibiades. Ale. 7, 4 heisst es: accidit, ut unanocte omaes Henaae 
deicerentur. Die Hermen wurden meist nur verstümmelt cf. Thuc. VI. 27. — 9, 8 wird erzählt, Alcibiades 
sei auf der Salaminia nach Thurii gefahren, während es ihm vielmehr erlaubt war, in Begleitung seiner 
Mitangeklagten auf seinem eigenen Schiff'e zu bleiben, cf. Hertzberg Alcibiades p. 200 und 218. 

Ale. 10, 1 stellt Herr Vogel in Uebereinstimmung mit Nepos die Sache so dar, als wären die 
Eumolpiden vom Volke förmlich gezwungen worden, den Alcibiades zu verfluchen. .Aus Thuc. VIII. 53 
dagegen scheint hervorzugehen, dass diese Priester den Alcibiades als Religionsfrevler ganz ernstlich 
hassten. 

Ale. 11, 7 wird Pisander als praetor bezeichnet. Er war nur eins der Häupter der oligar- 
chischen Partei auf der athenischen Flotte bei Samos. 

Im Widerspruch steht Ale. 10, 1 in pila lapidea und 13. 8 pilae illae. 

Endlich ist Ale. 15, 7 die Notiz irrig, dass Alcibiades seine Burgen erst nach seiner letzten 
Absetzung (407) erbaut habe. cf. Hertzberg Alcibiades p. 339 und 340. 



- 1 



/ 



üaS^^ab 



rzT> 



- 4 - 

Them. 16, 3 steht ßliam ejus arripuit, während das Kind nach Thuc. I. 136 ein Knabe war. 

Ages. 6, 1 hat Xepos die irrige Notiz, der König habe sich geweigert, am Leuctrischen Feld- 
zuge Theil zu nehmen. Diese nimmt Herr Vogel in seinen Agesiiaus 13, 1 auf, setzt aber die 
Worte senex iam L^Jl. annorum als Begiündung hinzu. Das ist unrichtig. Das hohe Greisenalter 
hielt den König durchaus nicht vom Feldzuge ab, — noch im achtzigsten Jahre nahm er an solchen 
Theil — sondern noch immer hatte er die Nachwirkungen eines Aderbruches im Fusse, den er sich 
im Jahre 377 zugezogen hatte, nicht überwunden, weshalb er auch selbst nach der Schlacht bei Leuctra 
nicht ins Feld zog. cf. Hertzberg Leben des Ages. p. 172, 181, 340 und 349. Curtius, Griechische 
Geschichte HI. p. 309. 

Ferner steht in des Verfassers Agesiiaus 1, 4 die nicht von Nepos herrührende und schon in 
der äusseren Form als Vermuthung sich kennzeichnende Notiz videtur prima stipemlia contra Argivos 
duce Ägide meruisse. Kein Gewährsmann theilt uns Einzelnes aus dem Lebensabschnitte mit, der 
vor dem erst in der Mitte der vierziger Jahre erfolgten Regierungsantritt des Agesiiaus liegt, und, 
wenn Vermuthungen Raum gegeben werden soll, so ist diese sicher zu verwerfen, cf. Hertzberg Leben 
des Ages. p. 4, der es für nicht unwahrscheinlich hält, dass Agesiiaus schon im Jahre 421 zum 
ersten Male ins Feld gerückt sei. 

Ausserdem steht Con. 3, 1 : haud ignorans ah eo (Pharnabazo) Lysandri rogatu Alcibiadem^ 
hospitio receptum honorißcentissimo, nuper per insidias esse occisum im Widerspruch mit Thras. 3, 3 
atqiie Aleibiades Critiae rogatu in Asia a Pharnabazo est trucidatus. 

Endlich hätte die von Herrn Vogel hinzugefügte Notiz sunt qui dicant GryUi manu eiim 
(Epaminondam) cecidisse, Xenophontis filii Epam. 18, 8 wegbleiben sollen, da Pomtow (Leben 
des Epaminondas p. 115) die Unmöglichkeit dieser Annahme nachgewiesen hat. 

Die einzelnen vitae sind nun in so durchgreifender Weise umgestaltet und erweitert worden, 
dass die alte Fassung in dem neuen Gewände oft kaum wiederzuerkennen ist. Die Frage nach der 
Nothwendigkeit solcher bedeutenden Aenderungen liegt daher sehr nahe. Wo die geschichtlichen Er- 
eignisse nicht in der richtigen chronologischen Reihenfolge erzählt sind (cf. Nep. Cim. 2, Con. 1, 2—3, 
2—5, 3—4, Chabr. 2, Tim. 1 und 3) oder die historischen Fehler sich häufen (cf. Nep. Ale. 8, 
Thras. 2 — 3, 1 — 4, 4) oder die Beurtheilung einzelner Männer eine ungerechte ist (z. B. Phoc. 2), 
wird die Umstellung und Verbesserung oft nicht ohne bedeutende Erweiterungen vorgenommen werden 
können. Wo ferner die Darstellung des Nepos so lückenhaft ist, dass ganz wichtige Ereignisse z. B. 
die Hauptthat des Chabrias, die Schlacht bei Naxos, übergangen oder die politische Thätigkeit eines 
Feldherrn während vieler Jahre gar nicht berührt ist, muss das Nöthige ergänzt werden. Unberechtigt 
aber ist es, wenn der Verfasser die Grenzen, innerhalb deren die Biographie sich zu halten hat, über- 
schreitet durch die Hinzufügung von Thatsachen, die zu der Wirksamkeit des betreffenden Feldherrn 
in gar keiner oder doch nur so oberflächlicher Beziehung stehen, dass sie mit wenigen Worten ab- 
gethan werden konnten, — hierher gehört z. B. die Auswanderung des Oheims des Miltiades und seine 
Tyrannis im Chersones (Milt. 1 und 2), das Schicksal der Verwandten und Nachkommen des Pau- 
sanias (Paus. 1 und 8), die Nachahmung der List des Agesiiaus durch Scipio maior (Ages. 6), 
die Ermordung des Tyrannen Alexander (Pelop 7.) etc., namentlich aber alle jene Erweiterungen, die 
aas dem Plane, in biographischer Form zugleich eine Geschichte Athens zu geben, hervorgingen; — 
ferner wenn er zwar der Erzählung des Nepos folgt, jedoch wo es nur möglich ist. sie durch die ver- 



(^ 



y 



I 



/ 



- 5 - 

schiedenartigsten Einschiebsel erweitert. Mit ebenso geringer Berechtigung sind aus anderen Schrift- 
stellern gesammelte Characterzüge, die Nepos ausgelassen hat (cf. Arist. 3, 4—5. 5, 4. 10, 3. Ages. 12, 
2 und 3, 6. Phoc. 4, 2—4, 7, 1—12, 4 etc.), hinzugesetzt und Reden (Milt. 8, 1—5. Ale. 5, 2 — 4) 
eingeschaltet und einzelne Vorgänge (z. B. die Schlacht bei Marathon Milt. 5) bedeutend ausgeführt 
worden. Fänden solche Erweiterungen, so sehr man auch die geschickte und ansprechende Darstellung 
derselben anerkennen muss, Billigung, so dürfte in Kurzem eine Fluth von Biographien unter dem 
Namen „Nepos" auftauchen, in denen bald diese, bald jene Characterzüge und Thatsachen aufgenommen, 
bald diese, bald jene Begebenheit als Episode weiter ausgeführt wäre und die vielleicht nur in einigen 
Stellen mit ihrem Urbilde übereinstimmten. 

Wenn nun der Verfasser, um seine Erweiterungen auch von einem allgemeinen Gesichtspunkte 
aus zu begründen, im Vorwort p. VII. auf das Unverhältniss des Umfanges der einzelnen vitae zu der 
Wichtigkeit der Person hinweisst, „dass z.B. dem Themistocles 10 Capitel gewidmet sind, dem 
politisch ebenso wichtigen, ethisch unendlich höher stehenden Aristides nur 3, dagegen dem elenden 
und geistig unbegabten Pausanias 5 etc.", so wird diese Ansicht um so weniger Beistimmung finden, 
da auch im Nepos plenior ähnliche Miss Verhältnisse nachgewiesen werden können. So hat z. B. in 
der neuen Fassung die vita des Aristides, der doch den Themistocles so unendlich überragt, einen um 
das Doppelte geringeren Umfang, als jener, und die vita des ganz unbedeutenden Pausanias ist nur 
um etwa 7 Zeilen kürzer, als die des Aristides. 

Durch diese Erweiterungen sind die meisten vitae auf das Doppelte, einzelne sogar auf das 
Dreifache ihres früheren Umfanges angewachsen. Dass nun trotzdem die für den Standpunkt des 
Quartaners nöthige Kürze, wie der Verfasser im Vorwort p. XI. meint, bewahrt sei, bezweifle ich, 
was den Miltiades, Themistocles, Aleibiades, Agesiiaus, Epaminondas und den eingeschalteten Pericles 
anbelangt, durchaus. Die einfache Schulpraxis zeigt, wenn der Quartaner nach einigen Wochen eine 
der längeren Biographien des Nepos mit Noth und Mühe durchübersetzt hat und eine Gesammtwieder- 
holung veranstaltet wird, die ausser der Uebung im Uebersetzen und dem festeren Einprägen des 
Sprachgehaltes auch einen Ueberblick über den sachlichen Inhalt gewähren soll, welche Schwierigkeiten 
das dem Schüler macht. Dass diese durch den grösseren Umfang der Biographien der neuen Fassung, 
die noch dazu oft mit einer Menge kleiner historischer und geographischer Notizen vollgepfropft sind, 
für die Masse der Schüler, die der Lehrer ja doch immer ins Auge fassen nmss, bedenklich gesteigert 
werden, ist wohl zweifellos. 

Was die sprachliche Seite betrifft, so will Herr Vogel „im Gebrauche der Formen und syn- 
taktisch die klassische Norm Cicero's und Caesar's, wie sie besonders der EUendt-Seyffert'schen Gram- 
matik zu Grunde liegt, streng durchführen." Diese Absicht verdient durchaus Billigung. Daher sind 
alterthümliche und ungewöhnliche Formen mit Recht in die üblichen umgeändert, wie/ac^ in /ac Paus. 3, 
parserat in pepercerat Thras. 3, pernicii in perniciei Thras. 4, satrapcm in satrapam Con. 3, intuuntur 
in intuentur Chabr. 5 oder ganz beseitigt worden (z. B. re/ugit für reversus est Them. 9.). Auch 
der bei Nepos sich häufig findende Accus. Plur. auf is ist nirgends beibehalten worden, obwohl von 
den Wörtern, die im Genetiv der Mehrzahl ittm haben, einzelne Klassen im Accus. Plur. sogar lieber 
auf is ausgehen. Anlass zu dieser Aenderung mag vielleicht §. 52. der zu Grunde gelegten Gram- 
matik gegeben haben, in welchem diese Form auf is als der älteren Zeit angehörig bezeichnet ist. 
Dagegen ist nicht zu billigen die zweimalige Anwendung des alten Locativs Lacedaemoni Praef. 2, 



.*jf^>-.' -.-yw .:, 



- 6 - 

Ages. 1. Auch dürfte es sich empfehlen statt des contrahirten Dativs der vierten Declination auf u 
Ale. 13 cctsu und usu und Ages. 16 ilsu lieber die gewöhnliche Form auf ui zusetzen, ebenso statt 
des in allen Handschriften überlieferten Genetivs Polymni Epam. 1 nicht, wie Herr Vogel, Polymnis, 
sondern Polymnidis, die sonst übliche Genetivbildung des Namens, zu schreiben und danach auch den 
Ablativ Polymne (Epam. 2.) zu ändern, (cf. Nipp. Spie. H. 3, 10 und Neue latein. Formenlehre I. 
p. 339 flf.) Die Aenderung des Particips implicatus in implicitus Paus. 7 halte ich für unnöthig, da 
nur implicitus in Verbindung mit morbo oder in morbum vorkommt, dagegen implicatus mit anderen 
Substantiven in der klassischen Zeit gar nicht selten verbunden wird. (cf. z. B. Caes. Bell. Gall. 7, 43; 
ja Herr Vogel selbst schreibt Pericl. 12 bello implicati.) Ferner verstösst der Ablativ lenioH gegen 
£_§. §. 48^ c. 1. Endlich ist das Particip allectus Paus. 1 von allicio ungebräuchlich (cf. E— S. 
§. 104. ni.), ebenso der Genetiv plerorumque Ages. 13 (cf. E— S. §. 72, 2, b.) 

Ausser der Aenderung veralteter und ungewöhnlicher Formen hat der Verfasser gemäss seiner 
im Vorwort p. XIH. ausgesprochenen Ansicht „Quartaner, die mühsam den ersten Theil der klassischen 
syntaktischen Norm zu lernen anfangen, sollen nicht gleich auf der ersten Stufe durch Abweichungen 
verwirrt werden, sondern der Autor, den sie lesen, muss ihnen überall Beispiele der eben eingeprägten 
Hauptregeln darbieten^', sich bemüht, die zahlreichen Stellen im Nepos, an denen sich dergleichen 
Abweichungen von den syntaktischen Hauptregeln der Schulgrammatik finden, mit diesen in üeber- 
einstinimung zu brin«^en. So ist geändert worden mille militum in milk Plataeenses Milt. 9, quas in 
de quibus (tecum colloqui volo) Them. 17, accedere aliquid in accedere ad aliquid Them. 8, quem in 
quod (quidem nos audierimus-) Arist. 3, id Alcibiadi in de ea re Alcibiades (diutius celari non potuitj 
Ale. 11, imperii in regno fest potitus) Ages. 3, (7^effni Persarum) potiundi in dissolvendi Ages. 8, 
expugnare in conficere (aliquem) Ages. 10, in eo est ut in non multum abest quin Milt. 14, Paus. 8, 
essent recepturi in esse recepturos Them. 12, obwohl durch die Einschiebung von CMm die Besserung viel 
einfacher gewesen wäre; nee in neve Paus. 7, (dicitur) matrem in mater Paus. 8, possit in posset Ale. 1, 1, 
(postquam) diccerat in dixit Lys. 6, (consilia) tollere in tollendi Lys. 7, cum voluit in cum vellet Iphic. 4, 
(hortarentur) accipere in ut acciperet Phoc. 1, dicendi causam in dicendae causae Phoc. 12, non 
dubito mit dem Acc. c. inf. in non dubito quin oder non dubito ist mit einem die erstere Construction 
fordernden Verbum vertauscht, z. ß. quam ille se habiturum pecunia fidens opinabatur Lys. 9. eorum 
in sua Milt. 7, se in eo Iphic. 7, se in cum Epam. 15, suus in ejus Ages. 14, saus Ale. 9, Cim. 6 
und ^us Them. 15, Epam. 18 gestrichen, quod in quam (-po?x6v/;3tv Graeci vocant) Con. 4. 

Leider ist die strenge Durchführung dieses Vorhabens nicht vollständig geglückt. Stehen ge- 
blieben ist der Accus, illud mare (adiacent) Tim. 1, wofür besser der Dativ zu setzen ist, und der 
Accus, quod bei invidere Thras. 7, was sich in guter Prosa kaum noch findet, ferner die Verbindung 
von exadversus mit dem Accus, einer Person Thras. 4, die noch Ale. 16, 2 angewandt ist, endlich die 
ungewöhnliche Anastrophe der Präposition iuxta Paus. 7. Selbst die Nachstellung von ante Chabr. 4, 5 
diem certam-quam ante domum nisi redisset hätte vermieden werden sollen, da sie sich in solchen 
Zeitangaben nur noch Vell. Paterc. IL 91, 2 und bei Plin. bist. nat. 35, 10, 36, 8 findet, (cf. Hand. 
Tursell. I. p. 371.) Ob die Vertauschung von sivper mit de Paus. 7 eine Besserung sei, bezweifle 
ich, da super in der Bedeutung von de zwar nicht bei Caesar, aber häufig bei Cicero vorkommt. 
Auch ist die Beibehaltung der Präposition erga in feindlichem Sinne Ale. 9, 8 und apud = penes 
(cf. Nipperdey zu Nep. Phoc. 2, 4) nicht zu billigen. Das gar nicht selten (cf. Krebs Antib. p. 618) 



(< 






' - 



- 7 — 

zur Verstärkung des Superlativs dienende multo ist Ale. 1 in longe geändert, dagegen Ages. 6 stehen 
geblieben. Eine ähnliche Inconsequenz zeigt sich Ages. 9, wo für plerique {^-- sehr viele) permulti 
gesetzt ist, während es Herr Vogel Praef. 2 und Ages. 13, 1 in derselben Bedeutung gelassen hat, 
ferner Them. 19, wo quinquaginta nicht in das viel gewöhnlichere Z>i5fH6M<?vwj« (cf. Nipp. z. Them. 10) 
umgewandelt ist, dagegen Ages. 2 duos in binos, Lys. 3 decem in denos. 

Die seltene Umstellung erat super ist Ale. 16 beseitigt, dagegen fecit lua^i Thras. 1 beibehalten 
worden. 

Unrichtig ist magna natu Paus. 8, welches statt des seltenen magno natu (Nep, Paus. 5, 3) 
gesetzt ist, da im Positiv nur grandis natu gesagt werden darf (cf. E — S. §. 66 Anm.). Ferner ist 
nach Krebs Antib. p. 700 für magnus corpore^ wie der Verfasser Cim. 2. schreibt, longus corpore 
zu setzen. 

Was den Gebrauch der Tempora betrifl't, so ist gut geändert facis in feceris Epam. 5, ausus 
fuit in ausus est Epam. 5, usus fuerat in usus erat Ages. 14, Phoc. 2. Stehen geblieben ist die Ver- 
bindung des Part. Perf. mit fueram Milt. 15, Ale. 13, neu hinzugefügt Cim. 3, Pericl. 4. Den bei 
Nepos mit Vorliebe gebrauchten Conj. Perf. in Folgesätzen nach einem voraufgegangenen Perf. bist, 
hat der Verfasser nicht nur öfters selbst gesetzt, z. B. Them. 8, adeo angusto mari conflixit ut — 
potuerit — fuerit,, Ages. 12, quo factum est^ ut — potuerint — didicerint — comparaverinty sondern 
auch häufig beibehalten. Geändert ist nur Lys. pervenerint in pervenirent Ale. 13, illacrimarit und 
ostenderit in illacrimaret und praeberet^ Con. 5, iudicarit, iusserif und permiserit in iudicaret, iuberet 
und permitteret. Diese stellenweise Aenderung ist mir unerklärlich. Nur eine consequente Durch- 
führung derselben wäre mit Rücksicht auf den Zweck des Buches zu billigen gewesen. 

Auch in den eigenen Zusätzen und Erweiterungen des Verfassers findet sich ausser dem bereits 
hier und da Erwähnten noch Manches, was gegen die syntaktischen Haupt rege In der Schulgrammatik 
verstösst oder als nachklassisch in einem Schulbuche zu vermeiden ist. Hierher gehören die Constructionen 
profugere classem Cim. 1, supervivere alicui Them. 19, Chabr. 3, Ages. 13, obscuratur aliquis Thras. 5 
(cf. Krebs Antib. p. 661), peritus ohne den Genetiv eines Objectes (Krebs Antib. p. 718), Iphic. 6. Fehler- 
haft ist isque gebraucht Pelop. 1, nobill eaque (für eademque) ditissima domo ortus. Toto in orbe Pericl. 9 
lässt sich zwar nachweisen (cf. Cic. Rull. 2, 24 toto in orbe terrarinn)^ verstösst aber gegen E — S. 
§. 190. Die Auslassung der Praeposition in Ale. 2 pugna Deliensi bei der localen Bedeutung des 
Ausdrucks .ist sehr ungewöhnlich. Bedenklich erscheint die Verbindung des Substantivs mit einem 
Präpositionszusatze Ale. \b se Pactyen in Chersonem Thracia contulit Ale. 9, ob sociorum in classe 
erga Alcibiadem amorem^ wobei auch die Häufung der Präpositionen aufl'ällt. Milt. 4 XV° anno 
postquam refugit stände besser das Plusquamperf., das nach E — S. §. 240,3, Anm. 1 und §. 197, 
Anm. 1 das Gewöhnlichere ist. Unverständlich ist das Adverb, seuiper Phoc. 9 qui semper Alexandra 
et Antipatro sese vendiderat. Statt des Adverbs plerumque wäre wohl besser das Adjectiv plerique 
zu setzen Cim. 5, severissime eos coercuit et plerumque punivit, Phoc. 10 svffragio exuti erant atque 
tunc plerumque redierunt in patriam. Fehlerhaft ist das Particip Milt. 8 an liberans patriam (statt 
liberata patria) clariorem apud posteros memoriam sis relicturus und das Gerundivum Con. 3 cum 
Lacedaemonii — Cyrum parvula classe rnittenda (statt missa) adiuvarent. 

Endlich finden sich auch einige Ausdrücke und Wortverbindungen, die ungewöhnlich erscheinen, 
z. B. Pericl. 1 ad potentissimas familias pertinere = zu den mächtigsten Familien in Beziehung 



— 8 - 

stehen, Con. 7 sttmma Thebanoram alaantate adiutus, Cim. 7 frigidis iisi praetextis, Chabr. 3 
a civibus pecunia destitutus. 

Auch in dem Gebrauche einzelner "Worte ist Nepos nicht als Muster zu betrachten. Daher 
wäre es angemessen gewesen, seltene oder nur in der Umgangssprache vorkommende Worte z. B. in- 
terseret^e Milt. 6, in opinionem venire Milt. 14, factiosus (= parteisüchtig) Lys. 3. Ages. 1, ignorantia 
Ages. 16, pulhdare Cato 2 (von Herrn Vogel Pericl. 15 gebraucht), p^ogenitor Ages. 14 durch üblichere 
zu ersetzen, nicht aber solche zu vermehren oder nachklassische hinzuzufügen. Hierher gehören hospi- 
talitas Milt. 1, placabiUtas Pericl. 19, prolusio Epam. 15, captivitas 16, vafet'rimus Paus. 3, 
hospitcUissimus Cim. 10, praeproperus Tim. 3, cicatAcosus Iphic. 6, exulceratus Ages. 8, effetus 
Phoc. 8, velificari Cim. 9, ßaccescere und marcescere Pericl. 10, insignire Pericl. 5, oppignerare Tim. 3, 
af lagere Chabr. 4, elanguescere Pel. 1, colladere Phoc. 9. Endlich ist das nachklassische Spar- 
tanas nicht nur oft als bequeme Variation für das überlieferte und kurz vorangegangene Lacedaemonius 
gebraucht, sondern findet sich auch häufig in den eigenen Zusätzen des Verfassers. 

Zu den Unebenheiten im Stile des Nepos gehört vornehmlich die oft aus reiner Nachlässigkeit 
entstandene Wiederholung desselben Wortes in kurzem Zwischenraum, z. B. Nep. Them. 2, 3 — 4 
belli — bello — bellum Cim. 1, solvere — solvisset — soluturum Tim. 2, posuerunt — posidsset — 
posita 3, p^oßciscatur — profecti essent — proßcisceretiir Ages. 2, comparare — comparandas — 
comparavit und conservaturum — conservata — conservare Ages. 3, 5 — 6 cum — cum — cum 
cum. Der Verfasse'r beseitigt nun aus Furcht vor einer möglichen Verderbniss des sich mühsam ent- 
wickelnden Geschmackes der Quartaner dergleichen Wiederholungen desselben Wortes durch Anwendung 
der Synonyma, z. B. prodesset für utile esset Them. 12, copias für evercitum Epam. 16, que für atque 
Epam. 5, qui für hie Epam. 20, hie für is Epam. 15 und umgekehrt Epam. 5, quoniam für quod 
Epam. 14, « für ex Paus. 8, etc. Nach dem Vorwort ist dies nur hier und da geschehen. In Wirk- 
lichkeit hat aber dieses Streben nach Abwechselung unnöthigerweise zahllose Aenderungen herbei- 
geführt. Zuweilen ist es so weit getrieben, dass selbst ein nach einem Zwischenraum von zehn und 
mehr Zeilen wiederholtes Wort mit einem gleichbedeutenden vertauscht ist z. B. Thras. 7, corolla für 
Corona. Und andererseits zeigt sich wiederum die merkwürdigste Inconsequenz, so dass dasselbe Wort 
schon in der nächsten Zeile wiederkehrt z. B. Milt. 4, adiuvit — adiutos Cim. 4, prorsus — prorsus 
Chabr. 4, praefectus — praefecti Ages. 7, pronuntiasset — pronuntiasset Epam. 8, causam — causa 
14, m publicae causa — rei publicae causa Phoc. 12, traditusque — tradi. 

Was die Verstösse des Nepos gegen die logische Richtigkeit der Gedanken betriff"t, so ist 
Manches geschickt geändert. So sind z. B. die Nep. Ages. 6 überlieferten Worte quo ne proficisceretur^ 
cum a plerisque ad excundum premeretur, ut si de exitu divinaret, exire noluit durch Streichung 
der Worte ad exeundum und Aenderung des ne in ut lesbar geworden. Anders verhält es sich mit 
Pelop. 2 Uli igitur duodecim cum (hrumali die) Äthenis (idque) interdiu exissent, ut vesperas- 
cente caelo 2%ebas possent pervenire, cum canibus venaticis egressi sunt, wo der in den Worten 
des Nepos enthaltene Unsinn durch Einschiebung der Worte brumali die und idque keineswegs gehoben 
ist. Auch Tim. 2 qui quidem honos huic uni ante id tetnpus contigit enthält einen logischen Wider- 
spruch. Endlich scheint die Wendung Milt. 3 vix tres annos verum potitus erat logisch unmöglich. 

Die im Satzbau des Nepos hin und wieder sich zeigenden Nachlässigkeiten sind nur zum Theil 
gebessert. Beseitigt ist eine lästige Anakoluthie des Nepos in einfacher und geschickter Weise Epam. 18 



\ 



^ 



\ 



— 9 - 

dadurch, dass hinter cognitus est und qui vor quod eingeschoben ist, ferner Them. 6, indem nam, 
gestrichen und cum Xerces — mit dem vorangegangenen verknüpft ist. Der plötzliche Subjects- 
wechsel Epam. 20 ist durch Einfügung von is gehoben, dagegen der schroffe Wechsel des Subjects im 
Vorder- und Nachsatze Lys. 6, 4 beibehalten. Gut ergänzt ist der von Nepos ausgelassene Subjects- 
accusativ Them. 17 yne ad te venire patiaris; öfters jedoch fehlt er auch im Nepos plenior, z. B. sehr 
hart Milt. 7 si anhnadverterent audere adversus se tarn exiguis copiis dimicare. Dagegen ist die 
dem guten Stil der Alten zuwiderlaufende Manier des Nepos, einzelne Biographien mit einem ganz 
kurzen, einer Ueberschrift gleichenden Satze zu beginnen, überall geändert. Auch die Eigenthümlichkeit 
des Nepos, kleinere einfache Sätze vorherrschen zu lassen, ist in der neuen Bearbeitung beibehalten 
worden. Aber die Perioden sind hier, besonders wegen der nicht seltenen Häufung von Participial- 
constructionen für den Quartaner schwieriger und auch meist länger, als dort. Das Letztere lässt sich 
am Deutlichsten durch eine Vergleichung des Cimon und Pelopidas in der alten Fassung mit der 
neuen Bearbeitung darthun. Vorher sei noch bemerkt, dass die Zeilen in der Schulausgabe des Nepos 
von Nipperdey und Vogel gleiche Länge haben. Im Cimon und Pelopidas der ersteren findet sich 
keine Periode von vollen fünf Zeilen, dagegen hat der Cimon der letzteren 3 fünf- (2, 3. 3, 5. 5, 1), 
2 sechs- (8, 1. 8, 4), eine sieben- (2, 6), eine achtzeilige Periode (6, 2), und der Pelopidas 2 fünf- 
(2, 2 — 4, 6), eine sechs- (1, 4), eine siebenzeilige (6, 2). In ähnlicher Weise verhält es sich in den 
übrigen Feldherren. Wenn nun gar der Verfasser im Vorwort p. XIII. die Ansicht ausspricht, ..dass 
jedenfalls schon Quartaner die eigentliche Blüthe des lateinischen Prosastils, die durchsichtige Pracht 
der Periodenbildung wenigstens in einigen Proben kennen lernen müssen," so dürfte diese schwerlich 
allgemeine Beistimmung finden. Denn das ist, wie ich glaube, Aufgabe der späteren Klassen. Zeigt 
doch die Schulpraxis oft genug, dass der Quartaner kaum Perioden von einem massigen Umfange, 
besonders wenn einige Participial- und Gerundivconstructionen eingestreut sind, allein richtig construiren 
kann. Besser hätte w'ohl der Verfasser gethan, wenn er die vereinzelten im Nepos enthaltenen 
grösseren Perioden vereinfacht hätte, statt solche noch zu vermehren. Anzuerkennen ist aber, dass 
die Perioden im Nepos plenior bis auf seltene Ausnahmen (z. B. Cim. 3, 3, Cim. 5, 2, Iphic. 3, 2, 
Epam. 16, 2) geschickt gebaut sind. 

Auch auf die überlieferte Wortstellung erstrecken sich die Aenderungen des Verfassers. Es 
ist nicht zu leugnen, dass ihn in vielen Fällen das Streben nach Klarheit und Eleganz dazu bewogen 
hat, z. B. wenn das betonte Wort vorangestellt oder das zu weit von der Präposition getrennte Wort 
näher an diese gesetzt ist (cf. Epam. 3 ad belli utilitatem existimabat pertinere für ad belli existimdbat 
utilitatem pertinere). Jedoch ist an einzelnen Stellen nicht ersichtlich, welcher Grund zur Umstellung 
vorlag z. B. Them.. 12, ad te confugi für confugi ad te. Paus. 6, coniectus est für est coniectus. Paus 7, 
eo venit für venit eo und optime de illo meritum für nieritum de illo optime, Tim. 1, sunt huius für 
huius sunt, Ages. 16, fautricem naturam, für naturam fautricem, Epam. 16, deducta esset für esset 
deducta. Hier scheint mir das Verfahren des Verfassers willkürlich zu sein, denn gebessert ist damit 
ofienbar nichts. 

In welcher unnöthigen Weise der Verfasser die Ueberlieferung, gegen die sich nichts aussetzen 
lässt, umgestaltet hat, möge eine Sammlung, die noch bedeutend vermehrt werden könnte, veranschau- 
lichen. So ist geändert milites in cives Milt. 12, damnationis in accusandi 15, retinebat m firmarat \b, 
Europaeque succubuit Äsia in ac (Graecia) potentia anteire Äsiam coepU Them. 9, int^rierunt in 

2 



•v.v5 






— 10 — 

cecidenmf 7, peiierriti in territi 8, (tempus) duceret in tereret, bonos in spectatos 12, a?<<öm in v^'o 
17 und Ale. 10, Ä«5 quidem verbis in Ajä «5M5 verbis 18, opprimenda in subigenda 19, magna in 
ingens, sed in attamen Paus. 6, laocavH in laceravit 7, putaverunt in putarant 7, moW^ in eiriiw 
vi7ae 8, «n vinclis pubUcis interire in i« vincidis diutius latet^e Cim. 1, i/i rfomo 5i<a in (/omi Äuaö 
Ale. 8, päfj^/o an^^ in moefo 12, accipiebat in recipiebat 13, /^mä in durus 13, ?iO/i minus-quam in 
(teque-ac 15, immodestia in licenüa 16, habereUirque carissimus in viveretque carissimus 20, miinivit 
in communiei^at Thras. 4, opibus in viribus Con. 6, magna spes esset in speraretur Tim. 5, copiis 
in classe 5, /f p^^aetor in praeßcitur 5, memoria in memoratu S. 79, extrahere in educere Ages. 7, 
arbitrabatur in opinabatur 13, mutavit in immutavit 14, accipet^e noluissem in repudiassem Epani. 5. 

Trotz der zahlreichen Aenderuugen und Abweichungen von Nepos ist der Verfasser doch auch 
so oft der Ueberlieferung wörtlich gefolgt, dass die Frage, welcher Text für diese Stellen zu Grunde 
gelegt ist, nahe liegt. Leider ist darüber in der Vorrede nichts erwähnt, überhaupt nur die Benutzung 
der kleineren Ausgabe Nipperdey's angedeutet. Die kritische Ausgabe Halm's scheint der Verfasser 
nicht gebraucht zu haben, denn sonst hätte er unzweifelhaft die besser bezeugte Leseart oder eine 
schlagende richtige Conjectur an folgenden Stellen aufgenommen : muros strui nach Lambin für muros 
instrin Them. 11, satis alti tuendo muri eocstructi nach Heerwagen für satis altitudo muri exsbmcta 
Them. 11, quis sit für qui sit Them. 16, quamdiu für cum Them. 17, poUiceretur für pollicetur 
Paus. 3, tribuerat für tnbueret Ale. 3, eidem für iidem Ale. 10, prosequebantur nach Muret für 
persequebantur Ale. 13, coniectis nach Lambin für eiectis Ale. 19, velut für ^< i/i Tim. 5, multa milia 
ingerum agri ei muneri nach Lambin für ei agri munera, multa milia iugerum Thras. 7, fortuito 
nach Nipperdey für fortuna Cim. 10, apellabantur nach Fleckeisen für appellantur Iphic. 1, recesse- 
Hnt (oder recessissent) für recesserant Chabr. 5, deorum für eorum Ages. 9, adulterii für adulteri 
Epam. 14. In dem Satze itaque Chabrias, quo ei licebat^ plurimum aberat Chabr. 5 scheint das über- 
lieferte abei^at vom Verfasser in discedebat geändert zu sein, um die ungewöhnliche Construction „quo 
dbire ~ wohin sich entfernen" zu vermeiden. Die von Halm aufgenommene Conjectur quom (cum) 
beseitigt den Anstoss sehr einfach. Chabr. 2, 4 ist für das überlieferte cum aufgenommen quomodo. 
Halm vermuthet, nach utei^entur seien etwa die Worte in quibus fuerant ausgefallen. In seiner neuesten 
Textausgabe (1873) ist jedoch keine Lücke angenommen, statt cum aber quibus gesetzt, und so wäre 
am Einfachsten zu schreiben gewesen. Als Glosseme sind mit Halm zu streichen Chabr. 5 opulentiumy 
Tim. 5 quorum consiUo uteretur, Epam. 20 <ßiod liberos non haberet 

Was die Orthographie betrifft, so zeigt sich öfters ein Schwanken in der Sehreibung desselben 
Wortes cf. Praef. 2 coenam Cim. 10 , coena Epam. 3 , cenarum Arist. 3 , caelum Paus. 1 , coelum 
Milt. 5, paenituit Paus. 6, poenitet Epam. 7, contemtus Iphic. 3, contemtissimo Paus. 2, contemtis 
Ale. 7, contemptum Phoe. 2, contempiu Cim. 7, Messanae Epam. 12, Messanam Pelop. 5, Messenae. 
Sonderbar ist es. das zwar Milt. 12, intellegi Ale. 10, intellegerent, dagegen Lys 8, negligeretur^ 
ferner, dass stets adulescens, adulescentulus, dagegen nie epistula geschrieben ist. Als unrichtige 
Schreibungen sind anzusehen numis Cim. 10, dissidio Milt. 8, dissidium Epam. 17, occoecatae Phoe. 12, 
Thressam Them. 1, Thressa Iphic. 7, cerimonia Pericl. 5, Them. 16. Nicht zu empfehlen ist respu- 
Uica (für res publica)^ Piraeeus (für Piraeus), Polysperchon (für Polyperchon), was in den Hand- 
schriften überliefert ist. Entschiedene Missbilligung aber verdient es, wenn der Verfasser in der 
Formenlehre sich streng an die Ellendt-Seyffert'sche Grammatik halten will und nun in seinem Buche 



l- 






\ 



— 11 — 

reiiciuntur Thras. 4, subiiciens Pel. 3, iniiceret Iphic. 1, subiiceret Con. 8, coniiciebat Them. 2, 
deiicerentur Ale. 8, eii(c)erentur Phoe. 8, ferner constant retuli schreibt, während die Grammatik 
lehrt, dass die Composita von iacio von den Alten statt ii mit einem i (als Consonant) geschrieben 
wurden und rettuli die gewöhnliche Form ist. 

Obgleich ich mit dem Plane des Herrn Vogel, unter der Form der Biographien zugleich eine 
Geschichte Athens zu geben, und der dadurch nothwendig gewordenen Streichung einer Anzahl vitae und 
den zu starken Erweiterungen der beibehaltenen mich nicht einverstanden erklären kann und sich auch 
offenbar hin und wieder einzelne Mängel zeigen, die noch einer nachträglichen Verbesserung bedürfen, 
so gebührt doch dem vielen Guten, das sich in dieser Arbeit findet, volle Anerkennung. Die geschicht- 
lichen Thatsachen sind bis auf geringe Kleinigkeiten richtig, die Lücken in der Darstellung des Nepos 
sehr geschickt und ansprechend ausgefüllt, die Latinität ist im Ganzen correct, der Ausdruck klar und 
fliessend, die Perioden, wenn auch stellenweise etwas schwieriger, als bei Nepos, abgerundeter und 
symmetrischer gebaut. 



^ 



M"y ' 



— 12 - 



> 

( 



NACHRICHT 

von dem Zustande 

des König! . &yiiiiiasiuins zu lissa 

■während des Schuljahrs von Ostern 1873 
bis Ostern 1874. 



WIADOMOSC 

of stanie 

Krölewskiego &iiimazyum w Lesznie 

w cifigu roku szkolnego od Wielkiejnocy r. 1873 
do Wielkiejnocy 1874. 



A. Lehrverfassung. — Rozklad nauk.^) 

Prima. 

Ordinarius: der Director. 

6 St. Braun. HorL cärm |ib I „nrf v' ^'^'^r^'T '^"''"'^- Extemporalien und Exercitien. 
Corona; Homers Illas Hb ivH und XMIT ^ St. Z.egler. - Griechisch. Leetüre: Dem03th.de 

und Extemporalien; GrammaT"- "al Irter ^oT^t an" =6 Irzi^der '" ''n'"." .^'^'n^"^" 
des ^lbelungen edes, avent IX nnrl v ■ t •, . V- ^ o »t. Ziegler. — Deutsch. Lektüre 

philosophischen Propädeutik Deut".)!^,;? ■f' "^ ^ff"''""'"« """ °P"" ^°' '"« Grundzüge der 
Lessings. Freie Vortrage 3 S? Dr Belti p".*^ DisposUionsübungen. Durchnahme der Dramen 
der Literatur nach tukasiewicz Frl V„t ~ ^•'•""'"'- «),.?«''>• Schüler: IV. V. VI. VII. Periode 
b. deutsche Schüler: Die no h^iasten rIm T «""? ^-^hnft -che Arbeiten. 2 St. von Karwowski. 
Wzory prozy. ExerciLnnLh denen Dk?aten T^l '''^^knüpft an die Leetüre aus Rymarkiewicz : 
Knebel, besonders Infinitiv und ''ardcinium F^J,- ^l"l?'\~ , Französisch. Syntax nach 
Diktaten. Lektüre au.s Pfötz Manuel d?i, . .f /"" f"""^ P»'=''sten-s üebungsbuch und eigenen 

Syntax, darnach Repetition der inlehre It ret^V^r^T"' ^ l'' **"'^"^'- " Hebräisch, 
pag. 32 -42. Th II oac 8? lÄf n u-^r^^-^"- "^'^'^° '" ^esen. hebr. Lesebuch. Th. I. 

- Belieion a evana^' F~[ , Da^u schrmhche üebersetzungen und Analysen. 2 St. Petzold 

§. I65-I79: von der Welt vn den" En.et ^'^'T'^t!^'" ^V''" ^- ^-'^'- ^^ehre von G tt 
ad Romanos 'und ad CorM'os I Cap 1 H '2 St r k-""k'? §" l^O-l^l- Lektüre: Ep. Pauli 
luDg des jüdischenLebens von derZers'tö^n. d!- 1 T f k*^' ^"'^ T"'"- '■ ^^^- ^'' Entwicke- 
Einleitung in das Buch Jesaias L^bersetzun" al de JlT^ f zum Befremngskriege der Makkabäer, 

- Geschichte imd GeoCTanhie Vener^r Cap.1-5. 2St.Dr.Bäck. 
Klassen wurde Kam%?^§l';„tarSemadk trn tf,^'" • u'""'""!; " «»ttematik. In allen 
wurde in der Arithmetik 6 87 QQ H, IZ! Unterrichten gebraucht , nach diesem Buche 
metrie: die StereoSe nfj^l^ durchgenommen, ausserdem die höheren Reihen; in der Geo- 

Jahres Wiederholung der gerammten Pensen it l'T"''' t^'^P-'« »'-^t«" und zu Ende des 
Md dem Schall. 2 St. TöplS " '^'"•''»^äki. - Physik. Die Lehre vom Licht 

b«rficL!h1^". "" '''"''^'""'°« "- I""'- 01-sky seit Michaeli, v. J. ist bier nur der Lehrplao des Wintersemester, 



Y